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Erste Zertifikatsfortbildung zur Intergenerativen Fachkraft mit Erfolg abgeschlossen

Info vom 8. Dezember 2014 / Bericht und Foto der Familienbildungsstätte Dülmen

Integrative FachkraefteIn der Familienbildungsstätte (FBS) Dülmen erhielten am Wochenende die ersten zehn Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Alter zwischen 22 und 58 Jahren aus ganz Deutschland ihr Zertifikat. Die Teilnehmenden haben über ein Jahr an der dreiteiligen Zertifikatsfortbildung zur „Intergenerativen Fachkraft nach dem Dülmener Modell“ erfolgreich teilgenommen. 

Diese bisher in Deutschland einmalige Fortbildungsreihe wurde von der Familienbildungsstätte Dülmen in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule (FH) Münster unter Leitung von Prof. Dr. Jörn Dummann, dem Mehrgenerationenhaus (MGH) Dülmen und dem Projekt Intergeneratives Zentrum Dülmen (IGZ) gemeinsam entwickelt, mit dem Ziel ehren-, neben- und hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus pädagogischen Einrichtungen, Vereinen und Verbänden für die Entwicklung und Etablierung generationsübergreifender Bildungsangebote zu sensibilisieren. Lisa Bäther, Koordinatorin des MGH Dülmen, Maria Meiring-Kühnel, Pädagogische Mitarbeiterin und Irmgard Neuß, Leiterin der Familienbildungsstätte Dülmen gaben praxisnah eine theoretische Einführung in die generationsübergreifende Arbeit. Fachlich unterstützt wurde diese innovative Fortbildungsreihe von Prof. Dr. Jörn Dummann aus Münster, Dr. Jürgen Holtkamp und Annette Wernke aus Dülmen. Gerade für die zukünftigen Kooperationspartner des Intergenerativen Zentrums ist es eine große Chance, sich schon im Vorfeld im Rahmen einer Fortbildung intensiver mit der generationsübergreifenden Arbeit auseinander zu setzen, so Irmgard Neuß, Mitglied der IGZ Steuerungsgruppe. 
Die Besucher der Fortbildung bestätigten den Referenten zum Abschluss eine abwechslungsreiche und sehr gelungene Fortbildung, die nicht nur die Theorie der Intergenerativen Arbeit vermittelt hat, sondern auch interessante Praxisbeispiele zukünftiger Intergenerativer Arbeit enthielt. Sie bekamen neue Denkanstöße, um der intergenerativen Arbeit in ihren Einrichtungen zukünftig mehr Gewicht zu geben. Praxisnahe Anregungen, Methoden und Ideen für den Alltag in Kindertageseinrichtung, Familienzentrum, Jugendzentrum, Familienbildungsstätte, Mütterzentrum, Mehrgenerationenhaus aber auch in Vereinen wurden vermittelt. 
Neben 150 Unterrichtstunden zur Theorie der generationsübergreifenden Arbeit, entwickelten alle Teilnehmenden ihr persönliches Praxisprojekt im Rahmen einer schriftlichen Hausarbeit und einer mündlichen Reflexion in der Gesamtgruppe. Die Praxisprojekte reichten von gemeinsamen Kreativ-, Bewegungs- und Backangeboten für Jung und Alt, über die Planung eines Generationengartens und der generationsübergreifenden Pflege von öffentlichen Blumenbeeten „Generations in Green“, über das gemeinsame Erlernen der Veehharfe von Schulkindern und Senioren bis zur Planung von Schulungen mit Ehrenamtlichen in der generationsübergreifenden Arbeit.
Maria Meiring-Kühnel und Irmgard Neuß, die die gesamten drei Bausteine ein Jahr lang fachlich begleiteten, freuten sich über das hohe Interesse, sich stärker inhaltlich mit der generationsübergreifenden Arbeit auseinander zusetzen. Denn insbesondere das intergenerationelle Lernen ist eine neue Herausforderung für verschiedene soziale Einrichtungen, die sie sich dem demographischen Wandel stellen. Neben den geplanten Angeboten entstehen häufig auch ganz zufällige Lernsituationen zwischen verschiedenen Altersgruppen. Diese zukünftig stärker in den Blick zu nehmen, war eine Forderung von Prof. Dr. Jörn Dummann zum Abschluss der Zertifikatsfortbildung. Gerade hier zeigt es sich, wie sinnvoll die gute Kooperation zwischen Wissenschaft und Praxis im Dialog der Generationen in Dülmen war. 
Inzwischen erreichen Anfragen aus ganz Deutschland und Österreich die Familienbildungsstätte Dülmen nach weiteren Schulungen in diesem neuen pädagogischen Feld der Intergenerativen Arbeit. Am 16. und 17. Januar 2015 startet die neue Fortbildungsreihe vom „Generationenlosten“ bis zur „Intergenerativen Fachkraft“ nach dem Dülmener Modell. Die Familienbildungsstätte (FBS) Dülmen lädt am Mittwoch, 7. Januar von 18 bis 19:30 Uh in die FBS zu einem kostenfreien Informationsabend ein. 
Interessierte können sich für eine neue Fortbildungsreihe 2015 unter Tel.: 02594/9430-0 jetzt schon vormerken lassen. Weitere Informationen sind auch im Internet unter www.fbs-duelmen.de und in einem Sonderprogramm in der FBS erhältlich.


Foto:
Nach erfolgreicher Teilnahme freuten sich die Teilnehmenden über ihr Zertifikat als erste Intergenerative Fachkräfte „nach dem Dülmener Modell“ in Deutschland. Sie reisten aus Dülmen, Münster, Warendorf und sogar Freiburg im Breisgau an.