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Rodungsarbeiten im Dechaneigarten

Info vom 25. Februar 2015 / Bericht der Stadt Dülmen / Foto: Pia Hustert, Stadt Dülmen

Platz für archäologische Untersuchungen auf Dülmens Gründungshügel

IGZ Rodungsarbeiten PfarrgartenIm Dechaneigarten hinter dem Rathaus ertönten in den vergangenen zwei Tagen laut die Motorsägen: Bäume und Sträucher mussten weichen, damit dort voraussichtlich im April ein Archäologen-Team in Abstimmung mit dem Fachbereich Archäologie des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) mit ihren umfangreichen Bodenuntersuchungen beginnen kann.

Dies sind vorbereitende Maßnahmen für das geplante Intergenerative Zentrum (IGZ), das in diesem Quartier entstehen soll. Der Dechaneigarten liegt auf dem Gründungshügel der Stadt Dülmen, so dass die Archäologen mit einigen interessanten Funden rechnen, die Aufschluss über die Stadtgeschichte Dülmens geben könnten. Außerdem wurde am Marktplatz vor dem Rathaus ein Grünstreifen gerodet. Dort können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung ihre Fahrräder abstellen, wenn im April/Mai im Rathausinnenhof mit den ersten Tiefbau- und Abbrucharbeiten begonnen wird. 

Bereits im vergangenen Frühjahr hatten Archäologen in Vorbereitung auf den Bau des IGZs Ausgrabungen durchgeführt: Auf dem Spielplatz des Familienzentrums St. Anna Kindergarten mussten dafür Rutsche, Schaukel und Teile des Klettergerüsts für einige Wochen weichen. Zu den Funden zählten unter anderem Überreste von Fachwerkhäusern und einem Keller aus dem 12. Jahrhundert. Auch zwei Stadtbrände, vermutlich aus der Zeit des 30-jährigen Krieges zwischen 1618 und 1648, konnten die Archäologen durch die Funde im Boden belegen. 

Mit Rücksicht auf die Brutzeit der Vögel, die in den Heckensträuchern nisten, und nach Absprache mit der Unteren Landschaftsbehörde (ULB) des Kreises Coesfeld, wurden die Untersuchungen im Dechaneigarten seinerzeit noch ein wenig nach hinten verschoben – denn vom 1. März bis 30. September eines Jahres gilt ein Schnittverbot.