Viktor-Logo
Duelmenlogo
FBSlogo
Regionalelogo
Staedtebaufoerderung
Ministerium
kfslogo

Interview mit Prof. Dr. Yasusyuki Sugatani

Info vom 2. Juni 2016 / Bericht und Foto: Stadt Dülmen

Herr SugataniProf. Dr. Yasusyuki Sugatani von der Kanasai Medical University in Osaka führt gegenwärtig zwei Forschungsprojekte im Bereich Intergenerativität in Japan durch. Er plant eine systematisierte „Demenzpädagogik“ und die Schaffung eines „Intergenerativen Koordinators“. Dabei sammelt er aktuell Anregungen und Erfahrungen aus Dülmen.


Frage: Was erhoffen Sie sich von ihrem Besuch in Deutschland? 

Antwort: Die Bedeutung intergenerativer Arbeit in Deutschland und Japan wächst. Ich möchte den deutsch-japanischen Austausch von Forschern und Praktikern anregen und ausbauen. Zudem werde ich meine Erfahrungen aus Deutschland bei der Jahrestagung der Japanischen Gesellschaft für intergenerative Studien in Tokio präsentieren.


Frage: Was sind die Unterschiede der intergenerativen Forschungsarbeit zwischen Deutschland und Japan?

Antwort: In Deutschland gibt es seit 2006 das Mehrgenerationenhausprogramm des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. In Japan gibt es kein solches Förderprogramm, das die Begegnung zwischen Jung und Alt in der Praxis fördert. Eine Weiterentwicklung der Familienbildung und der intergenerativen Arbeit nach dem Vorbild in Deutschland würde auch in Japan neue Möglichkeiten bieten. Allerdings ist umgekehrt die Zusammenarbeit dazu zwischen Wissenschaftlern und Praktikern in Deutschland nicht sehr ausgeprägt. In Japan wurde dagegen bereits im Jahr 2010 eine japanische Gesellschaft für intergenerative Studien gegründet, die diese Zusammenarbeit fördert.


Frage: Warum haben Sie sich das IGZ in Dülmen für Ihre Forschungsreise ausgesucht?

Antwort: Um die intergenerative Arbeit zu professionalisieren möchte ich in Japan das Berufsfeld eines „Intergenerativen Koordinators“ etablieren, das sich auf fachliche Kenntnisse und Fähigkeiten in der Begegnung von Jung bis Alt spezialisiert. Das in Dülmen entwickelt und bisher in Deutschland einmalige Fortbildungskonzept der „Generationenlotsen“ und „Intergenerativen Fachkraft“ ist eine gute Lernbasis dafür.


Frage: Was werden Sie bei der 1. Intergenerativen Fachtagung in Dülmen präsentieren?

Antwort: Ich werde Ergebnisse meiner Forschungsprojekte vorstellen, in dem die intergenerative Arbeit zwischen Vorschulkindern und Senioren mit Demenz im Altenpflegeheim durchgeführt und überprüft wurde. Ich will vor allem die positiven Effekte der Arbeit und Begegnung von Jung und Alt herausstellen.