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Wenn sich Generationen begegnen

Info vom 4. Oktober 2016 / Bericht und Foto: Familienbildungsstätte Dülmen

Zertifikatsfortbildung zur Intergenerativen Fachkraft nach dem Dülmener Modell mit großem  Erfolg abgeschlossen

DSCI0019In der Familienbildungsstätte (FBS) Dülmen erhielten neun Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Alter zwischen 24 und 54 Jahren ihr Zertifikat, die knapp ein Jahr an der zwei teiligen Zertifikatsfortbildung zur „Intergenerativen Fachkraft nach dem Dülmener Modell“ sehr erfolgreich teilgenommen haben. Diese Fortbildung fand zum zweiten Male statt. Dieses bisher in Deutschland einmalige Fortbildungsangebot wurde von der Familienbildungsstätte (FBS) Dülmen in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule (FH) Münster unter Leitung von Prof. Dr. Jörn Dummann, dem Mehrgenerationenhaus (MGH) Dülmen und dem Projekt Intergeneratives Zentrum Dülmen (IGZ) gemeinsam entwickelt.

Mit  dem Ziel, ehren-, neben- und hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus pädagogischen Einrichtungen, Vereinen und Verbänden für die Entwicklung und Etablierung generationsübergreifender Bildungsangebote zu sensibilisieren. Irmgard Neuß, Leiterin der Familienbildungsstätte Dülmen, Lisa Bäther, Koordinatorin des Mehrgenerationenhauses Dülmen, gaben praxisnah eine theoretische Einführung in die generationsübergreifende Arbeit im 1. Baustein dem „Generationenlosten“. Im 2. Baustein zur „Intergenerativen Fachkraft“ wurden sie fachlich, neben Prof. Dr. Jörn Dummann, von verschiedenen Fachreferenten unterstützt. Gerade für die zukünftigen Kooperationspartner des Intergenerativen Zentrums Dülmens (IGZ) – „ Ein Haus für Alle“, ist es eine große Chance, sich schon im Vorfeld im Rahmen einer Fortbildung intensiver mit der generationsübergreifenden Arbeit auseinander zu setzen, so Neuß. Gerade hier in der Fortbildung gelingt bereits eine gute Kooperation zwischen den verschiedenen sozialen Einrichtungen, die im Berufsalltag weiter fortgeführt werden können. Die Besucher der Fortbildung bestätigten den Referenten zum Abschluss eine abwechslungsreiche und sehr gelungene Fortbildung, die nicht nur die Theorie der Intergenerativen Arbeit vermittelt hat, sondern auch interessante Praxisbeispiele, so dass man eine gute Vorstellung von zukünftiger Intergenerativer Arbeit erhalten konnte. Sie bekamen neue Denkanstöße aus dem Blickwinkel der intergenerativen Arbeit und viele Anregungen, wie sie mit einfachen Methoden in ihrem Alltag in Kindertageseinrichtungen, Familienzentren, Familienbildungsstätte, Mehrgenerationenhaus, Altenhilfeeinrichtungen, aber auch in Vereinen umzusetzen sind. Neben 160 Unterrichtstunden zur Theorie der generationsübergreifenden Arbeit, entwickelten alle Teilnehmenden ihr persönliches Praxisprojekt im Rahmen einer schriftlichen Hausarbeit und einer mündlichen Reflexion in der Gesamtgruppe. Die Praxispalette reichte von generationsübergreifenden Kreativ- und Musikangeboten von (Wahl) - Großeltern und Enkelkindern in Kindertageseinrichtungen,  von der Planung und Durchführung von regelmäßigen Begegnungsnachmittagen zwischen Kindertageseinrichtungen und Altenhilfeeinrichtungen, bis hin zu Angeboten zur gesunden Ernährungszubereitung von Jung bis Alt. Neue Formen der generationsübergreifenden Begegnung im Sozialraum im Rahmen des Projektes „wellcome“ – praktische Hilfen für junge Familien, oder die Entwicklung einer generationsübergreifenden Tagespflege mit Kindergartenkindern und Senioren, standen im Vordergrund der Hausarbeiten. Die Teilnehmenden kamen aus dem Familienzentrum St. Anna Kindergarten, dem St. Ida und St. Antonius Kindergärten in Dülmen, der Familienbildungsstätte Dülmen, der Stiftung zu den Heiligen Fabian und Sebastian in Rosendahl – Osterwick und von einem geplanten  Generationenprojekt zwischen Kindertagesbetreuung und Altenhilfeeinrichtung in Delbrück im Kreis Paderborn.

Irmgard Neuß und Dommik Hassa, die die gesamten zwei Bausteine fachlich begleiteten, freuten sich über das hohe Interesse, sich stärker inhaltlich mit der generationsübergreifenden Arbeit auseinander zusetzten. Denn insbesondere das intergenerationelle Lernen ist eine neue Herausforderung, nicht nur für verschiedene soziale Einrichtungen im Rahmen des demographischen Wandels. Neben den geplanten Angeboten entstehen häufig auch ganz zufällige Lernsituationen mit verschiedenen Altersgruppen. Diese zukünftig stärker in den Blick zu nehmen, war eine Forderung von Prof. Dr. Jörn Dummann im Rahmen der Zertifikatsfortbildung. Gerade hier zeigt es sich, wie sinnvoll die gute Kooperation zwischen Wissenschaft und Praxis im Dialog der Generationen in Dülmen war. Anfragen aus ganz Deutschland und darüber erreichen die Familienbildungsstätte Dülmen, für weitere Schulungen in diesem neuen pädagogischen Feld der Intergenerativen Arbeit. Am Freitag, 24. Februar und Samstag, 25. Februar 2017 startet von jeweils 9 bis 16:15 Uhr die neue Fortbildungsreihe mit dem Baustein 1 „Generationenloste“. Die Familienbildungsstätte (FBS) Dülmen lädt am Montag, 16. Januar 2017 von 18 bis 19:30 Uhr in der FBS Dülmen zu einem kostenfreien Informationsabend zu der Fortbildungsreihe „Vom Generationenlotsen bis zur Intergenerativen Fachkraft nach dem Dülmener Modell“ (Bausteine 1 und 2) jetzt schon ein. Interessierte können sich für eine neue Fortbildungsreihe 2017 unter Tel.: 02594/9430-0 ab sofort vormerken lassen. Weitere Informationen sind FBS Programm, im Sonderprogramm vom „Generationenlosten“ bis zur „Intergenerativen Fachkraft nach dem Dülmener Modell“ und unter www.fbs-duelmen.de zu finden.

Bildunterschrift:

Nach erfolgreicher Teilnahme freuten sich Irmgard Neuß und Dominik Hassa, FBS Dülmen, Lisa Bäther, MGH Dülmen mit die Teilnehmenden über ihr Zertifikat als zweite Intergenerative Fachkräfte „nach dem Dülmener Modell“ in Deutschland. Sie reisten aus Dülmen, Borken, Delbrück/ Kreis Paderborn an.