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»Unsere Stadt profitiert davon, wenn sich die Generationen begegnen, das IGZ erschließt neue Potenziale und
fördert das Verständnis füreinander.«

Christa Krollzig,
IGZ-Beauftragte
der Stadt Dülmen







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IGZ-Akteure informieren sich über Bauplanung und inhaltliche Arbeit

Bericht der Stadt Dülmen vom 17. Januar 2017  

Hochbau startet Ende April – Nächster Workshop „Inhalte und Akteure“ am 23. März

IGZ-AkteureAuf einen spannenden „Rundgang“ durch das zukünftige Intergenerative Zentrum (IGZ) nahm Architekt Thomas Helms am Dienstag, 17. Januar, rund 60 IGZ-Akteurinnen und Akteure mit, die auf Einladung der Stadt Dülmen und der katholischen Kirchengemeinde St. Viktor zu einer Informationsveranstaltung ins Forum Bendix gekommen waren. „Wir möchten Sie heute über den aktuellen Stand der Bauplanung und der inhaltlichen Arbeit informieren und freuen uns sehr, dass Ihr Interesse an unserem ‚Haus für alle‘ weiterhin ungebrochen ist“, erklärte Bürgermeisterin Lisa Stremlau zur Begrüßung.


Architekt: „Eine auffällige Figur im Stadtzentrum Dülmens“

Mit großem Interesse verfolgten die Gäste – überwiegend Vertreterinnen und Vertreter von städtischen und kirchlichen Gruppen und Einrichtungen sowie haupt- und ehrenamtliche IGZ-Kooperationspartner – die Präsentation des Architekten. Thomas Helms hatte zahlreiche Innen- und Außenansichten des IGZ-Gebäudes für die Gäste mitgebracht. „Das IGZ wird eine auffällige Figur im Stadtzentrum Dülmens werden“, betonte Helms. „Die Fassade aus hellem, sandsteinfarbenen Ziegel vermittelt zwischen der St. Viktor-Kirche und dem Rathaus.“

Nicht nur außen, sondern auch im inneren Bereich werde viel Glas verbaut werden, um den offenen und transparenten Charakter des IGZs zu betonten. „Alle Bereiche vermischen sich, damit die Menschen miteinander in Kontakt kommen können“, so Helms. Ein großer Info-Counter wird das Herzstück des IGZ-Forums bilden, in das auch ein Bistro einziehen wird. „Das Café wird das Wohnzimmer des Hauses sein und soll entsprechend ‚wohnlich‘ gestaltet werden“, so Helms. Bewegliche Bücherregale und Sitzgelegenheiten laden im Forum außerdem zum Verweilen und Lesen ein. Unmittelbar angeschlossen sind im Erdgeschoss auch die große Küche für Kochkurse, mehrere Beratungsräume und der kleinere von zwei Veranstaltungsräumen.


Vielfältige Nutzungsmöglichkeiten im IGZ
Der zweite Saal befindet sich im Obergeschoss, oberhalb der geplanten Rathausgastronomie und unmittelbar ans Rathaus angeschlossen. Er soll künftig nicht nur für Sitzungen von Rat und Ausschüssen, sondern auch für andere Veranstaltungen zur Verfügung stehen. Auch die neuen Räumlichkeiten für das Familienzentrum St. Anna-Kindergarten, den überdachten „Marktplatz der Möglichkeiten“ zwischen Rathaus und IGZ und die Planungen für den Umbau des Rathaus-Nordflügels stellte Helms kurz vor. „Das Warten auf die Fertigstellung lohnt sich“, versprach der Architekt.
 

Studie zur Umgestaltung des Marktplatzes
Nach den umfangreichen archäologischen Untersuchungen in den vergangenen Monaten und der aufwändigen Phase der europaweiten Ausschreibungen werden die Hochbauarbeiten Ende April beginnen können, erläuterte anschließend Philipp Scholz vom Fachbereich Stadtentwicklung. Der Rathausdurchbruch sei für Anfang 2018 vorgesehen. „Bis Ende 2018 sollen die Arbeiten am eigentlichen IGZ-Gebäude beendet sein“, so Scholz. Doch damit sei die Entwicklung des gesamten IGZ-Quartiers noch nicht abgeschlossen – schließlich würden u.a. auch Markt- und Kirchplatz neu gestaltet. In Auftrag gegeben ist bereits eine städtebauliche Studie, die die verschiedenen Nutzungsansprüche und die bereits vorhandenen Gestaltungsideen für den Marktplatz erfassen und miteinander in Einklang bringen soll. „Sobald die Ergebnisse der Studie vorliegen, wird auch die Öffentlichkeit beteiligt werden und die Bürgerinnen und Bürger können Vorschläge einbringen“, schildert Philipp Scholz das Verfahren. Ende 2017 sollen die auf diese Weise ermittelten Vorgaben für die Umgestaltung in einen Planungswettbewerb einfließen.


Das IGZ zum Kennenlernen – Workshop am 23. März
Doch nicht nur an der äußeren Hülle des Intergenerativen Zentrums werde intensiv gearbeitet, erläuterte Christa Krollzig, IGZ-Beauftragte der Stadt Dülmen. So gebe es verschiedene Arbeitskreise, die sich u.a. mit den Anforderungen an den Info-Point, der Gewinnung von Ehrenamtlichen und Jugendlichen und der weiteren Entwicklung von konkreten Handlungszielen für die intergenerative Arbeit beschäftigten, so Krollzig. „Um das IGZ weiter mit Leben zu füllen, brauchen wir die Unterstützung von Ihnen allen“, appellierten Christa Krollzig und Erik Potthoff an die zahlreichen Akteure und luden sie zu einem weiteren Workshop am Donnerstag, 23. März um 17.30 Uhr in der Familienbildungsstätte ein. Ziel sei es dabei, konkrete, intergenerative Angebote zu entwickeln, die schon vor der Fertigstellung des IGZ-Gebäudes in kleinerem Rahmen im Sinne eines „Zukunftslabors“ erprobt werden und einen Einblick in das künftige Leben im IGZ geben können.


FBS bildet intergenerative Fachkräfte aus
Dass es bereits einige sehr gute Beispiele für intergenerative Projekte gibt, berichteten FBS-Leiterin Irmgard Neuß und vier Erzieherinnen, die sich in der FBS zur „Intergenerativen Fachkraft“ haben ausbilden lassen. Vom gemeinsamen Werkel-Nachmittag mit Großeltern und Enkeln bis zum Austausch zwischen Kita und Seniorenheim reichte die Bandbreite der gelungenen Beispiele. Insgesamt 35 Generationenlotsen und 19 intergenerative Fachkräfte hat die FBS nach dem „Dülmener Modell“ ausgebildet. Die nächste Kursreihe startet Ende Februar.

Motivierende Worte für alle IGZ-Akteurinnen und -Akteure fand Pfarrdechant Markus Trautmann zum Abschluss der Infoveranstaltung. Zum IGZ-Prozess gehöre es, sich von Zeit zu Zeit auf sich selbst zu besinnen, aber auch, die gemeinsamen Erfolge, Ziele und Botschaften in der Öffentlichkeit sichtbar zu machen, sagte Trautmann.