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»Im Idealfall entsteht hier ein Ort, an dem sich die Menschen treffen und austauschen, musizieren und kreativ sind.«

Erik Potthoff,
Mitglied der Steuerungsgruppe IGZ







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Späterer Baubeginn beim IGZ?

Bericht der Stadt Dülmen vom 27. April 2017

IGZ-Projektpartner prüfen Neuausschreibung

EntwurfszeichnungNach der umfangreichen Ausschreibungsphase für den Bau des Intergenerativen Zentrums (IGZ) liegen inzwischen die Angebote für rund 70 Prozent der Gewerke bzw. des Bauvolumens vor. Die drei beteiligten Projektpartner – die katholische Kirchengemeinde St. Viktor, die Wohnungsbau- und Siedlungsgesellschaft im Kreis Coesfeld (WSG), die den Neubau des St. Anna-Kindergartens realisiert, und die Stadt Dülmen – haben die Ergebnisse nun gemeinsam ausgewertet. 

Fazit ist, dass der festgelegte Kostenrahmen bei Annahme der vorliegenden Angebote deutlich nicht eingehalten werden dürfte. Daher wird derzeit erwogen, den Auftrag für den Rohbau und auch weitere Gewerke nicht zu erteilen.

„Wir müssen wohl noch einmal in die Planung einsteigen, um Kosten zu reduzieren. Zudem war die Resonanz auf unsere europaweiten Ausschreibungen sehr gering, sodass bei einzelnen Gewerken kaum ein Wettbewerb vorliegt und Ausschreibungsergebnisse in wesentlichen Hauptgewerken den Rahmen sprengen. Es gibt Überschreitungen von bis zu 40 %“, erläutert Stadtbaurat Clemens A. Leushacke. Die derzeit sehr gute Konjunktur in der Baubranche und das steigende Preisniveau machten sich deutlich bemerkbar. „Unter diesen Voraussetzungen können wir nicht guten Gewissens mit dem Bau beginnen – das Budgetrisiko wäre zu hoch“, so Leushacke.

Kirchengemeinde, WSG und Stadt stellen gleichzeitig klar, dass dennoch zeitnah mit dem Bau des IGZ begonnen wird. Erklärtes Ziel ist es, die gewünschte, hohe Architekturqualität und den geplanten Kostenrahmen auch unter den aktuellen konjunkturellen Einflüssen möglichst umfassend einzuhalten. „Das IGZ ist in sozialer, kultureller und städtebaulicher Hinsicht ein sehr bedeutsames Projekt für unsere Stadt, an dem wir unbedingt festhalten werden“, betont Bürgermeisterin Lisa Stremlau. Auch Peter Briewig von der katholischen Kirchengemeinde unterstreicht: „Unser Ziel bleibt es, mit dem „Haus für alle“ einen neuen Begegnungsort für alle Generationen zu schaffen.“ Auch die Einrichtung der Rathaus-Gastronomie und die Umgestaltung von Markt- und Kirchplatz werden wie geplant weiter vorangetrieben.

Das zuständige Architekturbüro dreibund soll nun aufgefordert werden, zusammen mit den beteiligten Fachplanern und begleitet durch die Projektpartner und das Projektsteuerungsbüro agn, Umplanungen zu prüfen sowie Planungsdetails und die Leistungsverzeichnisse zu optimieren. Auf dieser veränderten Grundlage könnte dann die erneute Ausschreibung erfolgen. Diese Vorgehensweise wird in den kommenden Tagen mit der Bezirksregierung Münster abgestimmt.

Die Projektpartner sind zuversichtlich, das Projekt nah am ursprünglichen Kostenrahmen realisieren zu können, vorausgesetzt, die Baupreise steigen nicht dramatisch weiter. Die erheblichen Mehrkosten, die außerhalb der eigentlichen Baumaßnahme bereits durch die umfangreichen archäologischen Untersuchungen entstanden sind, können allerdings nicht durch Einsparungen ausgeglichen werden. Hier hatte aber die Bezirksregierung Münster bereits signalisiert, die Finanzierung dieser im Vorfeld nicht absehbaren Kosten mit zusätzlichen Städtebaufördermitteln unterstützen zu wollen.

Grafik: dreibund Architekten